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FM4 Frequency Festival '03 (14.8.03 + 15.8.03, Salzburg Ring)
Also sprach der Veranstalter: "Lasset die Massen zu uns kommen!" Und sie kamen. Somit ging leider ein wenig der Platz aus. Enormes Gedränge und unendliche Schlangen bei Toiletten oder Gastroständen waren die Folge. Der Kollaps kam am Abend des ersten Tages, als die Zu- und Abgänge komplett verstopft waren, und Leute mit gültiger Eintrittskarte das Gelände vorübergehend nicht betreten durften. Natürlich schürte das die Unzufriedenheit der Festivalbesucher. Aber Fehler passieren, Fehler sind menschlich. Das Leben ist ungerecht, will man nicht wahrhaben, ist aber so. Großveranstaltungen bringen immer derartige Probleme mit sich, und kein Festival auf dieser Welt ist davor gefeit. Es muss auch gesagt werden, dass jene IQ-Giganten, die gegen eine aus dem Alternative Zelt strömende Menge drängen - das sollte eigentlich wie bei der U-Bahn funktionieren, zuerst aussteigen lassen, dann einsteigen - oder sich mitten im Getümmel auf den Boden setzen, beim nächsten Mal besser zuhause bleiben. Anzunehmen, dass genau diese Problemkinder nachher am lautesten geschrieen und sich beschwert haben. Auf jeden Fall wurde von Seiten des Veranstalters prompt reagiert. Eine zusätzliche Umgehung wurde freigemacht und einige Gastrostände fanden einen neuen und besseren Platz. Und das war auch gut so, denn am zweiten Tag waren noch mehr Menschen auf dem Gelände. Diese Maßnahmen verhinderten mit Sicherheit das Schlimmste. Aber, egal ob Hurricane- oder Frequency-Festival, einem Massenandrang zu den Bühnen hält kein Eingangssystem stand. Einen Stau muss man in Kauf nehmen - Festival-Alltag ist oft keine Kinderjause. Dass der Sound der Main Stage das Alternative Zelt ordentlich beschallt und übertönt hat, ist natürlich ärgerlich und nahezu unverzeihlich, aber man wird eine Lösung fürs nächste Jahr finden (angeblich soll das Alternative Zelt außerhalb des Salzburg Rings, somit nicht mehr im Dezibel-Bereich der Hauptbühne, angesiedelt werden). Alles in allem ist nichts Gröberes passiert und es herrschte friedliche Stimmung, die zum Großteil dem vielfältigen Line-Up zu verdanken war - wer andächtig aber doch ein wenig ausgelassen der Musik lauscht, kann kaum Unfug treiben. Die Hoffnung auf ein feines Frequency 2004 stirbt zuletzt.
Die Highlights: Ash, Travis, Seeed, Wir sind Helden, Blackmail, Sportfreunde Stiller, Placebo, Metallica und natürlich aus den rockcity-Reihen Comaah, 3 Feet Smaller und Wedekind.
 
alle fotos © hcv


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